Bayerischer Eissport-Verband
Eisstocksport Kreis 202 Traunstein e.V.

 

 
   
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DIE TECHNIK DES EISSTOCKSPORTS

Die Eisstocksport-Wettbewerbe werden als Mann-schaftsspiel, Zieleinzelwettbewerb und Weitenwett-bewerb durchgeführt.

Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei 4er-Mannschaften die Eisstöcke von einer Stand-vorrichtung aus möglichst nahe an die "Daube" (rundes, bewegliches Ziel aus Gummi, Durchmesser 12 cm, Höhe 4,5 cm sowie eine zentrische Bohrung), zu schießen.

Die möglichen Aufgaben um die Bestlage der Stöcke zur Daube nennt man Setzen, Anstellen, Bringen und Abschießen. Die Spielfelder für das Mannschaftsspiel sind 28 m lang und 3 m breit. Auf beiden Seiten ist eine Abschußstelle und ein Zielfeld von 6 m x 3 m. In der Mitte des Ziel- bzw. Abschußfeldes ist das "Daubenkreuz" markiert.

Bei einem Turnier spielt eine Mannschaft gegen jede. Ein Spiel besteht aus sechs Durchgängen, genannt "Kehren". Gewinner ist, wer die meisten "Stockpunkte" erzielt. Der erste Stock, der die Daube näher ist als der beste des Gegners, zählt 3 Punkte, jeder weitere 2 Punkte. Eine "Kehre" bringt somit im Höchstfall 3+2+2+2=9 Stockpunkte. Wenn das Augenmaß nicht ausreicht, um die Bestlage der Stöcke zur Daube festzustellen, muß das Bandmaß entscheiden. Für ein gewonnenes Spiel gibt es zwei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt.

Beim Zieleinzelwettbewerb spielen Einzelspieler um die höchste Punktzahl. Der Wettbewerb wird in vier Durchgängen mit unterschiedlichen Aufgaben ausge-tragen. Bei den Durchgängen 1 und 3 wird auf 5 Zielringe gespielt, die auf das Eis bzw. den Asphalt eingezeichnet sind. Im zweiten Durchgang müssen Zielstöcke aus markierten Kreisen herausgeschos-sen werden. Beim vierten Durchgang wird ebenfalls auf Zielstöcke in markierten Kreisen gespielt.

Die Aufgabe besteht jedoch darin, dass entweder der Stock des Spielers abgelenkt bzw. der Zielstock "gebracht" wird und auf den Zielringen zum Stehen kommt. Bei jedem Durchgang können maximal 50 Punkte erzielt werden.

Der Weitenwettbewerb ist ebenfalls ein Wettbewerb von Einzelspielern, jedoch geht es um den weitesten Versuch. In fünf Durchgängen müssen alle Wett-kämpfer mit derselben Laufsohle spielen. Die Bahn, deren Breite an der Abschußstelle, 4 m beträgt und bei 300 m eine Breite von 16 m hat, kann unter Beibehaltung des Winkels beliebig lang sein. Je nach Beschaffenheit von Laufsohle und Eis können z.B. auf einem zugefrorenen See Weiten von über 500 m erzielt werden.

Gemessen wird die Weite von der Abschußstelle bis zu der vorderen Stockbegrenzung des zum Stillstand gekommenen Stockes.

Verläßt der Stock die Bahn, dann wird die Weite an der Stelle gemessen, an der er die Begrenzungslinie überschritten hat. Der Weitenwettbewerb ist ein Athletensport. Aber Kraft allein macht jedoch keinen Schützen. Er braucht außerdem eine sehr gute Technik und ein ausgeprägtes Gefühl für den Ablauf einer Bewegung.

Die deutschen Spitzensportler haben in der Vergangenheit bei internationalen Veranstaltungen sehr erfolgreich abgeschnitten, unter anderem konnten Weltmeister- und Europameistertitel errungen werden. Die herausragenden Leistungen unserer Spitzensportler sind stets Vorbild für die Vielzahl der Breiten- und Freizeitsportler.